![]() |
Caspar-Theyß-Straße 27 - 31, 14193 Berlin |
|
|
Fon: (030) 83 22 48 50 |
||
Ambulantes Operieren
Ambulant heißt wörtlich übersetzt: „hin- und hergehen“. Dies bedeutet für unsere Patienten, daß sie am selben Tag von zu Hause zur Operation kommen und wenige Stunden später wieder in die häusliche Umgebung entlassen werden können.
Die Vorzüge sind folgende:
- Die Behandlung erfolgt durch Fachärzte mit langjähriger beruflicher Erfahrung.
- Es besteht ein intensives und kontinuierliches Arzt-Patient-Vertrauensverhältnis, da der Patient "seinen" Operateur und "seinen" Narkosearzt kennt.
- Es kommen nur hochwirksame, nebenwirkungsarme Medikamente und schonender Narkose-Verfahren zum Einsatz.
- Die Nacht vor der Operation verbringt der Patient zu Hause.
- Nach der Operation erfolgt eine zügige Entlassung in die vertraute häusliche Umgebung.
Die Sicherheit moderner Narkosen in Klinik und Praxis sind identisch. Bei der ambulanten Betreuung kann der Patient jedoch nach wenigen Stunden wieder nach Hause. Grundsätzlich kann jedes Narkoseverfahren ambulant angewendet werden. Einige Verfahren bieten jedoch Vorteile für den Komfort des Patienten und den zeitlichen Ablauf.
Neben der Wahrung internationaler Behandlungsstandards ist uns die Gewährleistung Ihrer Sicherheit Verpflichtung.
Unter Verwendung kurzwirksamer Medikamente und schonender, moderner Narkoseverfahren, über die Sie nachfolgend einen kurzen Überblick erhalten, werden vor, während und nach dem operativen Eingriff die lebenswichtigen Körperfunktionen mit zuverlässigen, technisch neuesten Überwachungsgeräten kontrolliert.
Die Allgemeinanästhesie („Vollnarkose“) versetzt Sie in einen schlafähnlichen Zustand, d. h. sie schaltet Ihr Bewußtsein und vor allem auch Ihr Schmerzempfinden aus.
Zumeist wird ein Narkosemittel in eine Vene eingespritzt (intravenöse Narkose). Dauert der Eingriff länger an, wird die Verabreichung des Narkosemedikamentes kontinuierlich fortgesetzt oder es werden zusätzlich zum Sauerstoff gasförmige Narkosemittel gegeben. Dies kann über eine Maske geschehen, die auf Mund und Nase (Maskennarkose) bzw. über dem Kehlkopf (Larynxmaske) liegt oder über einen Tubus, der in die Luftröhre eingeführt wird (Intubationsnarkose) Dies alles geschieht nachdem Sie fest eingeschlafen sind.
Des weiteren besteht unter Umständen die Möglichkeit der Regionalanästhesie („Teilnarkose“), deren Prinzip darauf beruht, daß die Nerven rückenmarksnah (Spinalanästhesie, Periduralanästhesie) bzw. in ihrem weiteren Verlauf (axiliäre Plexusanästhesie) blockiert werden und somit schmerzfrei sind.
Vor, während und nach der Narkose werden Ihr Blutdruck, Ihr Puls, die Herztätigkeit und die Sauerstoffversorgung ständig überwacht, so daß eine eventuelle Störung sofort erkannt und behandelt werden kann.
Damit wir das Narkoseverfahren für jeden Patienten individuell gestalten können, sind folgende Informationen wichtig:
- die Art des geplanten Eingriffs
- die Dauer des geplanten Eingriffs
- bestehende Vorerkrankungen.
Sollten Herz- oder Lungenerkrankungen vorliegen, benötigen wir entsprechende Voruntersuchungen.
Sind Sie älter als 60 Jahre brauchen wir routinemässig ein EKG.
Sind Sie älter als 70 Jahre brauchen wir zusätzlich ein Röntgenbild des Brustkorbes.
Bis zum Narkosevorgespräch sollten Sie den „gelben“ Narkosefragebogen, den Ihnen der Operateur mit Vergabe des Operationstermins aushändigt hat, ausgefüllt haben. Wenn Sie ganz gesund sind, kann das Vorgespräch ausnahmsweise auch telephonisch durchgeführt werden. Günstiger ist jedoch ein Gespräch spätestens am Vortag der Operation. Hier können Sie alle Ihre Fragen stellen und Vor- und Nachteile des vorgeschlagenen Narkoseverfahrens erörtern. Die Einwilligung zur Narkose geben Sie mit Ihrer Unterschrift auf dem gelben Narkosefragebogen
Was Sie beachten müssen:
Bitte beachten Sie, dass diese Informationen ein ausführliches Vorgespräch zur Vorbereitung der Narkose nicht ersetzen können.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unser Team.
Verhalten vor einer ambulanten Narkose
Bitte beachten Sie zur Vermeidung von Zwischenfällen folgende Verhaltensregeln:
| - | Vereinbaren Sie möglichst früh ein Vorgespräch mit uns. |
| - | Nach Mitternacht des der Operation vorausgehenden Tages sollten Sie nichts mehr essen. |
| - | Mindestens 2 Stunden vor der geplanten Operation sollten Sie das letzte Mal trinken (Tee, Wasser, keinesfalls Milch), davon ausgenommen ist ein Schluck Wasser zur Einnahme wichtiger Medikamente, die Sie nach Absprache mit Ihrem Narkosearzt nicht auslassen sollten. |
| - | Bitte rauchen Sie mindestens 4 Stunden vor dem Eingriff nicht mehr, damit die roten Blutkörperchen möglichst gut den lebenswichtigen Sauerstoff transportieren können, insbesondere sollten Eltern nicht in Anwesenheit ihrer zu operierenden Kinder rauchen. |
| - | Bitte kommen Sie mit unlackierten Fingernägeln und möglichst ungeschminkt zur Operation. |
| - | Legen Sie lose Zahnprothesen und Ihre Brille ab. |
| - | Bitte informieren Sie das Team, wenn Sie von den genannten Punkten abgewichen sind. |
Ablauf am Operationstag
Am Operationstag sollten Sie 30-60 Minuten vor dem geplanten
Operationszeitpunkt im ambulanten Operationszentrum sein. Bringen Sie uns bitte
die Versicherungs-Chipkarte, Unterlagen für die Operation und ggf. Röntgenbilder
mit.
Sollten Sie Angst oder starke Aufregung verspüren, bitten Sie uns um eine
Beruhigungstablette mit einem Schluck Wasser.
Nach Durchführung weniger Formalien werden Sie in den Vorbereitungs- und
Nachruheraum gebracht, wo Sie sich umziehen und OP-Kleidung erhalten. Ihre
privaten Sachen können Sie einschließen und den Schlüssel am Handgelenk
festgemacht mit in den Operationsraum mitnehmen.
Am Handrücken oder an der Ellenbeuge wird in eine Vene eine Plastikkanüle
gelegt. Darüber können Medikamente und Flüssigkeit gegeben werden.
Im Operationssaal werden Sie auf dem Op-Tisch gelagert und an Überwachungsgeräte
angeschlossen: eine Manschette an Oberarm mißt automatisch Ihren Blutdruck, ein
Sensor an einem Finger überwacht den Kreislauf und die Versorgung mit Sauerstoff
im Blut, zur Überwachung der Herztätigkeit werden ggf. drei EKG-Elektroden auf
Ihre Brust geklebt und angeschlossen. Während einer Allgemeinnarkose werden nach
dem Einschlafen über Sensoren am Beatmungsgerät Ihre Atmung und Lungenfunktion
gemessen.
Der weitere Verlauf ist abhängig davon, ob Sie eine Allgemein-, Regional- oder
Lokalanästhesie erhalten.
Nach Beendigung des Eingriffs werden Sie im Bett oder Rollstuhl zurück in den
Nachruhrraum gebracht. Dort bleiben Sie bis Sie entlassungsfähig sind. In der
Regel sollte das nach 1-2 Stunden soweit sein.
Verhalten nach ambulanter Narkose
Nach ambulant durchgeführten Narkosen sollten Sie folgendes beachten:
| - | Lassen Sie sich für den Nachhauseweg möglichst von einer erwachsenen Person begleiten |
| - | Fahren Sie keinesfalls selbst mit dem Auto nach Hause, lassen Sie sich fahren oder nehmen Sie ein Taxi |
| - | Zu Hause muß eine Betreuung sichergestellt und ein Telefon vorhanden sein |
| - | Keine Maschinen bedienen, keine Verträge abschließen |
| - | Keinen Sport treiben |
| - | Keinen Alkohol trinken |
Lassen Sie sich eine "Notfall-Telefonnummer" von Ihrem Operateur geben.
| ©AOZ-Berlin - Caspar-Theyß-Str. 27 -31 - 14193 Berlin |